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Lithium – das vergessene Spurenelement: Hoffnung bei Entzündungen, Alzheimer und mehr

Lithium – viele denken bei diesem Begriff sofort an Psychopharmaka. Doch nur wenige wissen, dass Lithium in niedriger Dosis ein essentielles Spurenelement ist, das weit mehr kann, als man ihm gemeinhin zuschreibt. In einer Zeit, in der chronische Entzündungen, neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Depressionen zunehmen, rückt Lithium wieder in den Fokus – nicht als Medikament, sondern als natürliche Nahrungsergänzung.

Lithium – ein natürliches Spurenelement

Lithium kommt in geringen Mengen in Böden, Wasser und Nahrungsmitteln vor. Studien zeigen, dass Menschen, die in Regionen mit höherem Lithiumgehalt im Trinkwasser leben, seltener an Demenz, Depressionen oder Suizid sterben. Schon in den 1970er-Jahren wurde vermutet, dass Lithium ein lebensnotwendiges Spurenelement sein könnte – ähnlich wie Zink oder Selen. Dennoch wurde es aus der Liste essentieller Nährstoffe gestrichen, vermutlich weil sein Einsatz als Medikament gegen bipolare Störungen die öffentliche Wahrnehmung dominierte.

Dabei ist die Dosis entscheidend: Während therapeutische Mengen im Milligrammbereich verabreicht werden, genügt für die gesundheitliche Wirkung als Spurenelement bereits die tausendfach kleinere Mikrodosis – also wenige hundert Mikrogramm pro Tag.

Entzündungshemmung, Neuroprotektion und Zellgesundheit

Lithium entfaltet seine Wirkung auf vielfältige Weise. Es reguliert Entzündungsprozesse, unterstützt die Zellregeneration und schützt Nervenzellen vor dem Absterben. Diese Eigenschaften machen es zu einem vielversprechenden Kandidaten im Kampf gegen Alzheimer, Parkinson und andere chronisch-neurodegenerative Erkrankungen.

Besonders im Fokus steht dabei die Fähigkeit von Lithium, die Bildung von Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn zu hemmen – ein zentrales Kennzeichen bei Alzheimer. Gleichzeitig fördert es die Bildung neuer Nervenzellen (Neurogenese) im Hippocampus, also jenem Areal im Gehirn, das für Gedächtnis und Lernen zuständig ist und bei Alzheimer stark betroffen ist.

Darüber hinaus hat Lithium nachweislich eine stabilisierende Wirkung auf die Mitochondrien, die „Kraftwerke“ unserer Zellen. Das wiederum könnte erklären, warum es auch bei chronischer Erschöpfung und Burnout hilfreich sein kann.

Dr. Michael Nehls: „Lithium muss zurück auf den Speiseplan!“

Einer der lautesten und profiliertesten Fürsprecher für Lithium als Nahrungsergänzung ist der Arzt, Molekulargenetiker und Alzheimer-Forscher Dr. Michael Nehls. In seinen Büchern und Vorträgen weist er immer wieder darauf hin, dass chronischer Lithium-Mangel ein unterschätzter Risikofaktor für Alzheimer sei – und fordert, dass Lithium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln wieder zugelassen und gezielt eingesetzt wird.

Dr. Nehls argumentiert, dass die moderne Landwirtschaft mit ausgelaugten Böden zu einem dramatischen Rückgang des natürlichen Lithiums in unserer Nahrung geführt habe. Früher sei ausreichend Lithium über Quellwasser oder mineralreiche Böden aufgenommen worden. Heute dagegen fehle dieser stille, aber lebenswichtige Unterstützer – mit weitreichenden Folgen für die Gesundheit unserer Gehirne und unserer Zellen.

Seine Forderung ist klar: Lithium soll wieder Bestandteil einer gesunden Basisversorgung werden. Nicht als Psychopharmakon, sondern als Spurenelement – verantwortungsvoll dosiert und wissenschaftlich fundiert.

Eine neue Sicht auf ein altes Element

Der Blick auf Lithium verändert sich. Immer mehr Studien belegen die positiven Effekte von Mikrodosen – nicht nur auf das Gehirn, sondern auf den gesamten Organismus. Während die Pharmaindustrie auf patentierbare Wirkstoffe setzt, wächst unter Ärztinnen und Heilpraktikerinnen das Interesse an natürlichen Substanzen mit breiter Wirkung.

Lithium könnte hier ein Gamechanger sein – gerade weil es so günstig, natürlich und gut erforscht ist. Vorausgesetzt, es gelingt, die Angst vor dem Medikament vom Potenzial des Spurenelements zu trennen.

TIPP: Die Wiener Weltapotheke stellt Lithium (1mg Orotat) selbst her und gibt auch eine Liste jener Ärzte heraus, die Lithium verschreiben.

Hinweis: Die Einnahme von Lithium – auch in Mikrodosierung – sollte stets mit einer Ärztin oder einem Therapeuten abgestimmt werden. Besonders Menschen mit Nierenerkrankungen oder Schilddrüsenproblemen sollten vorsichtig sein. Auch natürliche Substanzen können Nebenwirkungen haben oder mit Medikamenten interagieren.

Quellen (Auswahl):

  • Nehls, Michael: Alzheimer ist heilbar – Rechtzeitig zurück in ein gesundes Leben (Heyne Verlag, 2015)
  • Schrauzer, G.N. et al. (1994): “Lithium and the incidence of Alzheimer’s disease, Parkinson’s disease, and depression.”
  • Kessing, L.V. et al. (2017): “Association of Lithium in Drinking Water With the Incidence of Dementia.”
  • Young, W. (2009): “Review of lithium effects on immune and inflammatory response.”

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