Deine Stimme ist der Spiegel deines Nervensystems. Sie zeigt dir - oft bevor du es in Worte fassen kannst - wie es dir geht, ob du unter Druck stehst, zurückgezogen bist oder in Verbindung - mit dir selbst und mit anderen. Sie hilft dir, dich zu hören, dich zu reflektieren und dich zu regulieren - du be-stimmst! Inhalte des Seminars: *Wissensvermittlung über die Polyvagaltheorie * eigene Regulationsstrategien im Nervensystem erkennen aus systemischer Sicht * Neurographik * allgemeine Übungen zur Stärkung des Vagusnervs* Vagusnervsaktivierung über Vokalräume und Konsonanten * Stimme und Sprache stärken* Raum geben - Raum nehmen - Zwischenräume wahrnehmen * Bewegungs- und Stimmmeditationen* Ein Raum, um Dich zu stärken, zu spüren und deine Kraft zurückzuholen. Ich freue mich, dich dabei zu begleiten!
Es beginnt oft unmerklich. Ein flacher Atem. Gereiztheit. Schlaf, der nicht mehr erholsam ist. Chronischer Stress verursacht Gedanken, die nicht zur Ruhe kommen. Und dann ist da dieses Gefühl, ständig „an“ zu sein – als würde man innerlich auf einem Sprungbrett stehen, bereit abzuspringen, aber nie sicher, ob das Wasser tief genug ist. Willkommen im Alarmzustand.
Was ist ein Alarmzustand – und warum betrifft er so viele?
Der Alarmzustand ist der Zustand erhöhter physiologischer Aktivierung, den unser Nervensystem in Situationen wahrnimmt, die es als Gefahr einstuft. Ursprünglich diente er dazu, unser Überleben zu sichern – durch Kampf, Flucht oder Erstarrung. Doch das Nervensystem unterscheidet nicht zwischen realer Gefahr (z. B. ein Bär im Wald) und moderner Überforderung (z. B. E-Mail-Flut, soziale Unsicherheit, Zukunftsangst).
Viele Menschen leben heute in einem permanenten Alarmmodus. Der Körper bleibt in einem chronisch sympathikotonen Zustand – also in einem Zustand erhöhter Wachsamkeit, innerer Anspannung und Überreizung. Das ist kein Ausnahmezustand mehr, sondern für viele der neue Normalzustand.
Was ist chronischer Stress – und wie wirkt er auf Körper & Psyche?
Chronischer Stress entsteht, wenn Belastungen über längere Zeit nicht verarbeitet oder abgebaut werden können. Anders als akuter Stress – der kurzfristig leistungsfördernd wirken kann – bleibt chronischer Stress im System stecken. Und er wirkt schleichend, aber tiefgreifend:
Körperliche Auswirkungen:
Erhöhte Cortisol- und Adrenalinspiegel
Schlafstörungen, Erschöpfung, Burnout
Verdauungsprobleme, Hormonstörungen
Immunsystem-Schwäche, erhöhte Entzündungsneigung
Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Tinnitus
Psychische Auswirkungen:
Angstzustände, Reizbarkeit, emotionale Überforderung
Konzentrationsprobleme, innere Unruhe
Gefühl der Leere, Sinnlosigkeit, soziale Isolation
Entwicklung von Depressionen oder Traumafolgestörungen
Chronischer Stress ist kein…