Erstmalig dürfen wir euch zu einem gemeinsamen 2,5 tägigen Workshop-Retreat mit Petra und Dass Prem einladen. Es ist eine Kombination aus spiritueller, meditativer, philosophischer, yogischer Praxis, tänzerischen Elementen, die Weichheit und Fließen integrieren und Elementen der Franklin Methode®, welche die Verkörperung und das Wissen um die Funktion des Beckens unterstützt.
Der Retreat-Charakter offenbart sich speziell in den achtsam geführten und teils mit Klängen begleiteten Übungssequenzen. Der intime Rahmen der Kleingruppe in den erdend-wärmenden Naturräumlichkeiten von LebensWelten schenkt uns eine Atmosphäre intensiven Erlebens und Erfahrens. Viel Wissen wird vermittelt und unmittelbar durch die Praxis integriert. Du erlebst an Dir und in Dir, was du erfahren und gelernt hast und bekommst Raum & Zeit zu reflektieren und dich auszudrücken und auszutauschen.
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Die Entwicklung eines lebendig natürlichen Empfinden des Beckenraumes, seines "Zustandes", ist unser vorrangiges Anliegen. Wer sieht, kann ändern.
Dies führt zur Wahrnehmung "verborgener" Spannungsmuster, die physiologische, wie psychische Probleme (mit)verursachen können. Mittels ausgewählter Übungen erlernst du diese Spannungsmuster bewusst und gezielt zu verändern.
Diese Veränderungen bedeuten ein kultivieren der Qualitäten "Loslassen" und "Aktivieren". Die Kunst besteht darin, Anspannung und Entspannung bewusst dann zu leben, wenn es die Situation erfordert.
Die Aktivierung und Balancierung des Wurzel- und Sexualcakras verändern die bioenergetische Dynamiken im Körper, also die anatomische Architektur.
Neben yogischer Praxis, tänzerischen Elementen, Achtsamkeits- und Bewusstseinsübungen, nutzen wir die Stimme als ausbalancierendes Transformationsmittel und erfahren so die heilsame Kraft der eigenen Stimme.
Praxis und Studium gehen Hand in Hand. Erlerntes praktisch erfahren. Aus der Praxis Erfahrenes durch Studium verstehen.
Es gibt Sätze, die wie Reflexe kommen. „Ich schaff das schon.“ „Passt schon, danke.“ „Anderen geht es schlimmer.“ Sie klingen harmlos, fast stark – und doch sprechen sie von einem tiefen Dilemma: Viele Menschen können keine Hilfe annehmen. Nicht, weil sie nicht gebraucht würde. Sondern weil etwas in ihnen gelernt hat, dass sie es nicht dürfen. Ich zähle mich auch dazu.
Wir leben in einer Welt, die Unabhängigkeit vergöttert. Leistung wird bewundert, Selbstgenügsamkeit belohnt. Schon als Kinder hören wir: „Reiß dich zusammen“, „Sei stark“, „Sei nicht so empfindlich.“ Und wer in Not ist, soll bitte Lösungen liefern, keine Zumutungen. In diesem Klima erscheint das Eingeständnis von Schwäche wie ein Makel. Hilfe annehmen lernen? Für viele bedeutet das: Kontrollverlust. Ein mögliches Urteil. Ein Risiko.
Was Psycholog*innen sagen
Die Psychologie kennt dafür viele Gründe. Einer davon ist Scham. Wer früh die Erfahrung gemacht hat, dass Bedürfnisse belächelt, übergangen oder gar bestraft wurden, entwickelt oft tiefe Muster des Rückzugs. „Ich muss allein klarkommen“, wird zum inneren Mantra. Auch das Gefühl, anderen zur Last zu fallen, spielt eine zentrale Rolle. Helfen ja – empfangen nein. Denn wer gibt, bleibt in der Handlungsfähigkeit. Wer empfängt, macht sich angreifbar.
Der Psychologe Dr. Stephan Grünewald spricht von einem „Selbstoptimierungsdruck“, der unsere Fähigkeit zur Kooperation zunehmend untergräbt. Hilfe anzunehmen bedeute in diesem Kontext nicht nur, Kontrolle abzugeben, sondern auch die Illusion der eigenen Souveränität zu durchbrechen. In einer Gesellschaft, die subtil ständig Wettbewerb inszeniert – um Aufmerksamkeit, Anerkennung, Wert – wird Hilfe leicht als Niederlage empfunden.
Doch das…